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Dies ist eine kurze Liste all jener speziellen Outdoor-Ausrüstung, die wir in Marokko dabei hatten. Der Rest waren eher alttägliche Gegenstände wie Kleidung und Lebensmittel. Die Bewertungen basieren natürlich ausschließlich auf persönlicher Erfahrung und erfolgen ohne Gewähr. Ich habe mir meist erlaubt, die Abbildungen der Hersteller zu borgen.
Exped Sirius Extrem www.exped.ch
Der Nachbau des legendären Hilleberg Nammatj hat gegenüber dem Original vor allem einen Vorteil: es ist viel billiger. Trotzdem bietet es hervorragende Verarbeitung, geniale Details und einfache Handhabung. Dank des super Raum-/Gewichtsverhältnis und der guten Lüftung durch Öffnungen an beiden Seiten hat und das Sirius in Spanien ausgezeichnete Dienste geleistet, nachdem unser altes Zelt undicht geworden war.
2004 hatte Exped offenbar Probleme mit einem Lieferanten für Zeltstangen. Auf unserer Reise durch Marokko sind beide Stangen mitten im Gebirge gebrochen. Die in den Zeltstoff integrierten Reperaturhülsen haben uns gerettet, aber geärgert haben wir uns trotzdem. Exped hat sich nachher umfänglich entschuldigt und Ersatzstangen geschickt.

Lowe Alpine Cerro Torre 65+20 www.lowealpine.com
Toller Rucksack. Etwas mehr Eigengewicht, dafür absolut bequem für langes Trekking. Unter 15kg fühlt er sich nicht schwerer an als ein Daypack ;-) Die einstellbare Rückenlänge macht ihn zudem sehr flexibel für sehr große oder sehr kleine Wanderer. Der Cerro Torre ist stabil gebaut und hat allen Strapazen der Reise standgehalten. ?
Leider hat sich in Marokko ein kleines Loch in die Seitenwand gescheuert, Lowe hats sauber vernäht. In jedem Fall empfehlenswerter Rucksack.
Lowa Renegade GTX www.lowa.de
Der Lowa Renegade ist eines der besten Ausrüstungsteile auf den Touren, einfach nur ein super Schuh! Keine Blasen, atmungsaktiv und trotzdem wasserdicht. Mit seiner relativ weichen Sohle eigenet er sich weniger fürs Bergsteigen, dafür umso mehr fürs Wandern. Er hat meine Füße stets sicher über Stock und Stein geführt ;-) Außerdem sind die Schuhe so wasserdicht, dass man sie bei Bedarf auch als Gummistiefel mißbrauchen kann. Auch nach hunderten Kilometern mit tausenden Höhenmetern haben sich die Sohlen noch kaum abgenutzt.
Leki Makalu Classic www.leki.de
Leki scheint ja der Marktführer bei Wanderstöcken zu sein, die Makalu waren damals Klassiker, nicht zu teuer, nicht zu billig. Inzwischen werden aber sowohl leichtere Materialien (z.B. Titan), als auch verbesserte Griffformen verwendet, die es erlauben, den Griff beim Abstieg besser vonoben zu greifen. Wer also auch mehr als 60 Euro ausgeben möchte, der kann das ohne Weiteres tun. Ich weiß nicht, ob es diese Stöcke noch zu kaufen gibt, aber meiner Erfahrung nach sind alle Lekistöcke extrem langlebig (> 10 Jahre).
Yeti Fighter 500 www.yetiworld.com
Teurer Schlafsack, der dafür ultraleicht (rd. 1kg) ist und einfach ein super Schlafgefühl bietet. Habe leider auf Reisen nie ein Termometer mit, war für mich aber meist warm genug (schätzungsweise bis zu -6°C). Ebenfalls beeindruckt mich das mini Packmaß und die einwandfreie Verarbeitung. Nur für den Winter ist er halt zu dünn.
Marmot Oracle Jacket www.marmot.de
Ultraleicht ist sie und vielleicht deshalb empfindlich: Sie ließ sich von einem Dornbusch in der Sierra Nevada an der Schulter aufreißen. Kompliment aber an den Service von Marmot, der sie kostenlos und sauber repariert hat - Versandkosten inklusive. Nach sechs Jahren Benutzung nun hat die Innenbeschichtung begonnen sich aufzulösen. Als 1-Lagen-Jacke ist die Lebenszeit damit leider vorbei. Vielleicht setze ich doch das nächste mal auf ein dickeres Material, denn insbesondere die Stellen wo der Rucksack aufliegt sind als erstes undicht geworden.
Tatonka Regenhose www.tatonka.com
Relatives Billigprodukt, das ich gekauft habe weil das Geld alle war. Fühlt sich im Grunde an wie eine Plastiktüte, ist genauso dicht, auch für das Schwitzwasser von innen. Der ungünstige Schnitt (viel zu weit für die kurze Länge macht das Tragen eher unangenehm. Die seltsamen Bünde an den Füßen sorgen dafür, dass Regenwasser zuverlässig in das Schuhinnere geleitet wird. Sobald wieder Geld in der Reisekasse ist, wird sie durch eine Berghaus oder so etwas ersetzt.
MSR XGK Expedition www.msrcorp.com
Der XGK ist ein fast unverschämt teurer Benzinkocher, der seinen Zweck aber anstandslos erfüllt. Benzin ist ultra-billig und rund um die Welt überall zu haben. Weil Sprit so viel Energie enthält, erzeugen Bezinkocher viel Hitze auch wenns draußen tiefe Minusgrade hat. Leider ist der XGK im Betrieb sehr laut, und man sollte genau damit umzugehen wissen, damit (a) das Essen nicht verbrennt und (b) man das Gerät auf längeren Touren auch warten kann. ;)
MSR MiniWorks www.msrcorp.com
Der erste Keramikwasserfilter den ich besitze. Er hat in Marokko toll funktioniert und er macht einen vollkommen unabhängig von menschlichen Siedlungen, weil er selbst aus grüner Algenbrühe noch sauberes, wohlschmeckendes Wasser herauszaubert! Sehr leicht zu bedienen und zu warten, und meines Erachtens jederzeit seinen Preis wert.
Petzl Tikka und Myo 5 www.petzl.com
Die sehr leichte Tikka für den Minimalisten, der nur ein paar Gramm für Beleuchtung tragen möchte; die Myo für den Komfort oder alle, die weit leuchten müssen, weil die Myo die sparsamen LEDs mit der streuenden Glühbirne verbindet. Wir hatten sicherheitshalber beide dabei, denn wer lange durch die Dunkelheit gehen möchte, der ist vielleicht froh über ein bisschen mehr Licht. Zum abendlichen Zeltaufbauen hat uns die Tikka aber vollkommen ausgereicht.
Sea to Summit Kitchen Sink www.seatosummit.com.au
Das kleine Faltbecken zum Wäsche-, Haare- und Geschirrwaschen erleichtert das Leben draußen ungemein. Noch wichtiger: es hilft Spül- und Waschmittel zu sparen, das man sonst häufig in größeren Mengen in Flüsse oder bachläufe geben müsste. Sehr leicht, sehr klein, nicht teuer. Auf der Reise sicher kein Muss, aber auf längeren Routen ohne Zivlisation sehr nützlich.
Globetrotter Outdoor-Seife www.globetrotter.de
Diese Outdoor-Seife haben wir zufällig beim Globetrotter gefunden. Man kann natürlich mit jeder beliebigen Seife verreisen, aber je nach Ansprüchen passiert es schnell dass man mit fünf verschiedenen Tuben unterwegs ist. Diese Seife wäscht deswegen alles: Haare, Haut, Wäsche und Geschirr, und selbst als Rasierschaum lässt sie sich benutzen. Ob sie nun umweltverträglich genug ist (ich glaube zu 98% abbaubar) und ob 20m Abstand zum nächsten Gewässer reichen, wird im Online-Forum von Globetrotter heiß diskutiert. Leider lässt sich das als Nicht-Biochemiker schwer ermessen, aber es scheint als seien alle Seifen irgendwie umweltbelastend. Also am besten sparsam verwenden!
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