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Von Braunschweig nach Frankfurt
Geschrieben von: Jan  |  Freitag, 03. Oktober 2003

Kurz vor Lauterbach"Schnell noch vor dem Studium eine Radtour machen" und "ich muss dringend mal wieder meine Familie besuchen" - das waren die konkurrierenden Gedanken, aufgrund derer ich im September 2003 von Braunschweig nach Frankfurt geradelt bin. Billig sollte es auch noch sein, deswegen habe ich wo immer möglich im Zelt übernachtet.

Um es kurz zu machen: Die Strecke nach Hannover (wo ich einen Zwischenstop einlegen wollte), lohnt sich nicht für Radler. Der Mittellandkanal hat zwar einen Radweg, ...

... auf dem man ohne Gefahr sich zu verfahren in die niedersächsische Landeshauptstadt kommt. Nach 60 Kilometern schnurgeradem Radeln riskiert der Radler aber den Tod durch Langweile. Ebenfalls wichtig zu berücksichtigen: Wildcampen macht in Deutschland keinen Spaß.

Zelten an der A7: Deutschland hat eindeutig zu viele AutobahnenAlso lieber ab nach Süden, wo die Strecke einen durch das schöne Leine-Tal bis nach Northeim führt. Der Campingplatz Northeim liegt auf einem Berg, hatte aber dafür glücklicherweise im September offen. Dann hinter Göttingen durchs Mittelgebirge geschnauft und bis nach Melsungen gefahren. Übernachtet habe ich hier direkt unterhalb der A7 auf einer Wiese und ich gebe zu, dass es stilvollere Zeltplätze gibt. Aber unsere Republik ist einfach so fürchterlich überfüllt, dass man da schon lange suchen muss, um fündig zu werden.

Dank der hervorragend ausgeschilderten Radwege Hessens ist man in Windeseile über Melsungen, Rotenburg/Fulda und Lauterbach in den Taunus geradelt, der dann aber noch ein paar hübsche Steigungen bereithält :-) Schließlich führt der aus übel holprigen BetonTolle Radwege in Hessenplatten zusammengefügte Nidda-Radweg den gewillten Radler nach Frankfurt hinein.

Die ganze Tour dauerte fünf Tage, davon habe ich eine Nacht wild und zwei auf Plätzen gecampt. Da mir die Jugendherberge außerhalb Lauterbachs einen Schlafplatz verweigert hat, und mich - obwohl schon abends - ebenfalls nicht auf ihrer mehrere Fußballfelder großen Wiese hat zelten lassen, musste ich zurück in die Stadt radeln und ein Pensionszimmer mieten. In jedem Fall lohnt sich Hessen als Fahrradfahrland hervorragend und ist nach Bayern sicher die Nummer 2 in Deutschland.

 

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Then a great peace came over me...

and I seemed to hear the pines and the wind

and the rocky shores say to me, "You...lover of the wild, are part of us..."

(Sigurd F. Olson)

 
 
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