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Geschrieben von: Jan |
Freitag, 14. Januar 2011
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Die Reise, die der Journalist Wolfgang Büscher in seinem Buch beschreibt, ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich: Die 2.500 Kilometer von Berlin nach Moskau zu Fuß zurückzulegen ist nur eine davon. Der wache und kritische Journalistenblick, mit dem der Autor während der 82-tägigen Wanderung seine Umwelt beobachtet, die so ehrlich geschilderten Zweifel an sich selbst und an den Ländern Deutschland, Polen, Weißrussland und Russland, durch die er wandert, lehren den Leser ganz neue Einsichten über Osteuropa.
Und vor allem eines bleibt hängen. Egal wo Büscher hinkommt, niemand will der Osten sein: Östlich von Berlin erzählen sie, der wilde Osten begänne hinter der Oder, in Westpolen glaubt man gemeinhin, er befinde sich östlich von Warschau. Dort wiederum sagt man, der wilde Osten, das sei in Weißrussland (schließlich außerhalb der EU!), was aber irgendwie auch nicht stimmen kann, denn die Weißrussen sind fest davon überzeugt, erst hinter der russischen Grenze beginne der Osten. In Moskau angekommen, ist die Verwirrunf perfekt: denn westlicher als Büscher sie beschreibt, kann eine Metropole kaum sein.
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